Eigentlich müsste die ganze Geschichte, jetzt an dieser Stelle ein Ende haben. Aber wie schon gesagt nur eigentlich. Denn in meinem Fall muss das ganze natürlich einen anderen Weg gehen. Sonst wäre es ja auch zu langweilig
.
Die nächste Zeit war erstmal nur von den normalen vierteljährlichen Kontrolluntersuchungen geprägt. Aber der Reihe nach. Zunächst war ich noch eine ganze Weile krankgeschrieben. Genauer gesagt bis insgesamt 19. Januar 2003. Diese Zeit war notwendig, da sich der Körper und insbesondere die Blutwerte erholen mussten. Wäre ich mit knapp 1500 Leukozyten wieder unter die Menschheit gegangen, hätte die nächste Erkrankung (egal in welcher Form) bestimmt nicht lange auf sich warten lassen. Ab dem 20. Januar dufte ich dann (endlich ?!?) wieder arbeiten. Nach dem Krefelder-Modell allerdings erstmal nur zeitweise. Das bedeutete in den ersten 3 Wochen 3 Stunden / Tag und anschließend drei Wochen 6 Stunden / Tag. Ab Aschermittwoch, 05.03.2003 (da ist ja bekanntlich im Rheinland alles vorbei) stand dann wieder Vollzeitarbeit an. Aber nur für kurze Zeit, denn der Urlaub war bereits gebucht. Nach dem ganzen Chaos ging es am 16.03.2003 zusammen mit meinem Bruder für drei Tage nach Disneyland Paris. Dies war ja schon während dem ersten Zyklus der Chemo- geplant.
Danach lief dann aber eigentlich auch alles wieder in ruhigen Bahnen. Die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen jedes viertel Jahr waren eigentlich schnell Routine. Im Mai kam dann aber das erste Mal das Thema auf die immer noch bestehende Vergrößerung der Brustdrüsen (Gynäkomastie). Mein Urologe empfahl mir einen Termin bei einer endokrinologischen Praxis zu vereinbaren, um abzuklären ob diese Vergrößerung auf eine erhöhte Hormonkonzentration (welche evtl. auf Grund eines Tumors entstehen könne, was aber unwahrscheinlich war) zurückzuführen war.
Somit hatte mich die Vergangenheit wieder ein kleines Stück eingeholt. Aber der Termin im Juni ergab dann, dass die Hormonwerte alle Normwertig waren. Der Arzt erklärte mir, dass somit kein Zusammenhang zur Gynäkomastie bestehen könne und es sich dabei wohl um eine Laune der Natur handelt. Allerdings könne man im Nachhinein nicht mehr sagen, ob der Ursprung nicht eventuell doch in einer erhöhten Hormonausschüttung seitens des Hodentumors gelegen habe. Dies sei aber jetzt unerheblich. Er empfahl mir allerdings die Gynäkomastie trotzdem operativ entfernen zu lassen und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt diese Kontrolluntersuchung nochmals durchzuführen.
Mit diesem Ergebnis setzte ich mich dann wiederum mit meinem Urologen in Verbindung. Dieser vertrat die gleich Meinung und empfahl mir einen Termin mit dem Krankenhaus zu vereinbaren und mir dann eine entsprechende Überweisung abzuholen.
Die Zeit danach
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