Als Hodenkrebs werden bösartige Gewebswucherungen bezeichnet, die von den Keimzellen (Vorläuferzellen der Spermien) des Mannes ausgehen.
Bösartig nennt man Hodenkrebs deshalb, weil dieser Tumor ohne Behandlung das gesunde Hodengewebe zerstört und sich rasch in alle Organe des Körpers ausbreiten kann.
Ohne Behandlung ist Hodenkrebs immer tödlich. Mit einer frühzeitigen Behandlung kann Hodenkrebs dagegen bei den meisten Menschen dauerhaft geheilt werden. (Patienteninformation Version 4.0 der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Hodentumore)
Betrachtet man die Gesamtheit aller Krebserkrankungen beim Mann, so macht Hodenkrebs gerade mal 1 Prozent aus. In der Altersgruppe der 20 – 40 jährigen macht diese Erkrankung jedoch ca. 30 Prozent aus und steht somit an erster Stelle. Hodenkrebs wird deshalb auch – nicht zu unrecht – als Krebs des jungen Mannes bezeichnet. Er kann jedoch auch viel früher und viel später auftreten. Statistisch gesehen gibt es pro 100.000 Männer 7 Neuerkrankungen jedes Jahr.
In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der Hodenkrebs-Erkrankungen weltweit um das zwei- bis dreifache angestiegen. Die Ursachen für die Entstehung von Hodenkrebs sind jedoch weitest gehenst unklar.
Hodenkrebs wird je nach Art des Tumorgewebes in verschiedene Gruppen eingeteilt:
- Seminom
- Nichtseminom
- reifes Teratom
- Mischtumor aus den drei möglichen Gruppen